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Was heißt Links und Rechts? Den rechten und den linken Menschenparteien ist gemein, für das allerbeste der Menschen auf den BRD Staatsgebiet eintreten zu wollen. Da diese Menschen ein und auswandern, nicht konkret, daher nur ein abstrakt allgemeines sind, ist das Wohl der Menschen, gleichsam das selbe wie das Wohl keines Menschen. Wer sich für alle interessiert, der interessiert sich für überhaupt nichts, da ja kein Unterschied zwischen Sein und Nichts gibt. Die Menschenparteien halten sozusagen keinen Menschen für wichtig, da jeder durch Andere Menschen ausgetauscht und ersetzt werden kann. Nur der Nationalist kümmert sich um ein konkretes Menschentum, das eben nicht einfach ausgetauscht werden kann. Dem Nationalisten kann dieses konkrete Volk nie egal sein und kein Volksgenosse ist ihm gleichgültig. Der linke BRDler bzw. Westler strebt dabei eine möglichst gleiche Güterverteilung an, so daß die Reichen den Armen etwas von ihrem Reichtum abgeben, oder im Extremfall jeder Bürger die gleichen Besitzstände erhält. Damit dies gelingt ist aber ein starker Staat notwendig, vor allem deshalb, weil nicht jeder Reiche sein Hab und Gut freiwillig mit anderen Teilen möchte. Im Idealfall, dem Kommunismus, ist der Staat dann alleiniger Eigentümer der Produktionsmittel und verteilt über den Arbeitslohn jedem die gleiche Warenmenge. Der Nachteil dieser Form der Gerechtigkeit ist aber, daß hierbei der Fleißige den Faulen durchfüttern muß, weswegen nun der rechte BRDler bzw. Westler die gerechte Chancen- oder Möglichkeitenverteilung in den Mittelpunkt seines Handeln stellt. Die Gerechtigkeit der Rechten sieht also eine gleiche Verteilung von Möglichkeiten des Bereicherns vor, in dem jeder Bürger das erhält was er verdient, oder sogar mehr erhält was er verdient, was dann die im privaten Kapitalismus übliche Aneignung des Mehrproduktes wäre. Dabei ist es erforderlich das so wenig Staat wie nur möglich in die privaten Belange eingreift, und im Idealfall jede Umverteilung von Reich nach Arm, worunter letztlich auch die Sozialhilfe fällt, unterbleibt. Der Staat wäre hier also nur ein Störfaktor, es sei denn jener Staat stünde im Dienste der privaten Kapitaleigentümer. Nämlich dann würde er das Kapital begünstigen, zum Beispiel durch Einwanderungserleichterung für fremden lohndrückendes Humankapital, oder sonstige Maßnahmen die eine Ausbeutung der Mehrheit durch eine Minderheit an Produktionsmitteleigentümern verbessern. Im Extremfall lassen diese mitunter auch die Polizeikräfte gegen aufbegehrende Arbeiter aufmarschieren, was nun den Anarchisten, der jenseits von Links und Rechts steht, auf den Plan rufen läßt. Der Anarchist erkennt nun auch im Staat einer privatkapitalistischen Gesellschaft seinen Ausbeuter, ebenso in den privaten Eigentümern von Produktionsmitteln, und strebt deshalb eine Staatslose Gesellschaft an, in der eben jeder Mensch über ein genügendes Eigentum an Produktionsmitteln verfügt, denn nur so kann eine Ausbeutung von vornherein verhindert werden. Dabei sollte aber die gewünschte Abwesenheit eines Staates so verstanden werden, daß mit Staat nur der gewohnte westliche Staat gemeint ist, denn an sich ist überall da wo Rechtsstreit geschlichtet oder durch vereinbarte Regeln vorgebeugt wird. Die anarchistische Gesellschaft erscheint somit als durch herausdiskutierte Gesetze schaffende germanische Thingversammlung. Auf der anderen Seite, aber immer noch jenseits von Rechten und Linken, steht die Idee einer homogenen Gemeinschaft, in der die kulturellen Gebote und Verbote von den Gemeinschaftsangehörigen aus Liebe zum Nächsten eingehalten werden. Die eine Gemeinschaft mit einer Kultur ist die vollendete Vorbeugung aller Streitigkeiten, und jeder Einzelne, auf Zucht und Ordnung bedacht, sorgt für das Gelingen dieses staatlosen Gesellschaftssystems. Der Staat, als die Macht der Thingversammlung, ist hiermit bloß ein Kulturersatzmittel, auf das im Bedarfsfall zurückgegriffen werden kann, um vorübergehend einen Volksführer oder militärischen Heerzugführer (Herzog) zu bestimmen. Das in der Völkerwanderungszeit jener Herzog sein Amt vererben konnte, und damit die anarchistische Gesellschaft der Germanen zerstörte ist eine andere Geschichte, die aber auch in Zukunft jeden Anarchismus beenden könnte. Das sich die Partei der homogenen Volksgemeinschaft und die Partei der Anarchisten oftmals im Wege stehen liegt daran, daß die Anarchisten ein freizügiges Siedlungsrecht für Fremdvölker fordern, was aber bei den Volksgemeinschaftlern als Überfremdungsfaschismus abgelehnt wird. Andersrum sieht der Anarchist in der Ausweisung der Fremdvölker eine Form von Faschismus. Darum gilt es sich in der kapitalistischen Globalisierung der globalen Bewegungsformen bewußt zu machen, denn Sachkapitalexport in ein Billiglohnland ist das gleiche wie Humankapitalimport zur Lohndrückung im Inland, und die Migrationbewegungen beruhen auch nicht auf Freiwilligkeit, sondern sind durch kapitalistische Ausbeutungsstrukturen erzwungen worden. Das Fremde ist zwar das Salz in der Suppe, aber in einer versalzenden Suppe kämpft man zwangsläufig darum, den anderen die eigene Kultur aufzuzwingen und die anderen als Unkulturen zu verbieten. Dann braucht es wieder einen Staat, und wenn, dann sollte der Präsident oder König nicht Herr über bürgerliche Knechte sein (westlich römisch imperialer Staat), sondern erster Diener des Staates, und der Staat erster Diener des Volkes.
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